Häufige Fragen zu ND-Filtern

Dieselben elf Antworten, die auch in der App stehen – von der Frage, ob Graufilter und ND-Filter dasselbe sind, bis zum Farbstich starker Filter.

Sind Graufilter das gleiche wie ND Filter oder Neutraldichtefilter?

Ja, diese Art der Filter haben viele Namen. Aber egal ob man von Graufilter, ND Filter oder Neutraldichtefilter spricht, sie bedeuten alle das gleiche.

Was bedeutet „Neutraldichte“ und „Graufilter“?

„Neutral“ bedeutet, dass der Filter keinen Einfluss auf die Farb-Wiedergabe oder Intensität hat. „Graufilter“ bedeutet, dass die Filter in verschiedenen Abstufungen / Intensitäten grau eingefärbt sind.

Was ist der Unterschied zwischen Schraub- und Steckfiltern?

Ein Schraubfilter wird auf das Objektiv der Kamera geschraubt, während ein Steckfilter mit Hilfe einer Halterung vor das Objektiv gesteckt wird. Schraubfilter müssen immer die jeweilige Größe des Filtergewindes des Objektives haben (z.B. 72mm), während die Halterung des Steckfilters direkt auf das Objektiv gesteckt werden kann und relativ flexibel in der Größe ist.

Braucht man für jedes Objektiv einen ND Filter?

Kommt darauf an welche Art von Filter du bevorzugst. Nutzt du Schraubfilter, so benötigst du für deine Objektive aufgrund der unterschiedlichen Größe der Filtergewinde auch individuelle Filter oder nutzt sogenannte Step-Up Ringe. Möchtest du allerdings flexibel bleiben und die Filter für mehrere Objektive einsetzen, so bietet sich der Einsatz von Steckfiltern an. Die Filterhalterung ist größer und kann somit für Objektive mit verschiedenen Objektivdurchmessern verwendet werden. Man benötigt lediglich die passenden Filter zu der Halterung.

Was sind Step Up Ringe und wofür braucht man diese?

Damit du nicht für jedes Objektiv mit einem anderen Durchmesser einen neuen Filter kaufen musst, gibt es Step Up bzw. Step Down Ringe. Dabei handelt es sich um Adapterringe für Objektive, die es ermöglichen, Filter auch auf Objektiven mit größerem oder kleinerem Durchmesser zu verwenden.

Kann man mehrere Filter miteinander kombinieren?

Na klar, Schraubfilter des gleichen Durchmessers kannst du aufeinander schrauben und Steckfilter-Halterungen haben meistens mehrere Schlitze, um verschiedene Filter hintereinander stecken zu können.

Braucht man ein Stativ, wenn man ND Filter nutzt?

Ja. ND-Filter werden meist eingesetzt, um längere Belichtungszeiten zu erreichen. Als Faustregel gilt: Aus der Hand lässt sich etwa 1/Brennweite noch halten, bei 50 mm also rund 1/50 s. Langzeitbelichtungen mit ND-Filter liegen typischerweise zwischen 1 und 30 Sekunden – dafür brauchst du ein Stativ, sonst verwackelt das Bild. Ein Stativ hält viele Jahre, es ist also nicht die Stelle zum Sparen.

Kann man Langzeitbelichtungen auch ohne ND Filter machen?

Natürlich ist das möglich - du fotografierst dann einfach zur späten blauen Stunde oder Nachts. Tagsüber ist es zu hell, um ohne Filter auf längere Belichtungszeiten zu kommen. Hier kommt der Vorteil von ND Filtern her: Man kann eben nicht nur zu diesen Tageszeiten Langzeitbelichtungen machen, sondern auch tagsüber.

Was können Variable (Vario) ND Filter?

Bei Vario- oder variablen ND-Filtern handelt es sich meist um Schraubfilter, die mehrere Filterstufen in einem Filter vereinen. Durch Drehen des äußeren Filterrings lässt sich die Stärke verändern und damit die Belichtungszeit verlängern. Achte auf die Verarbeitung: Günstige Vario-Filter neigen in der stärksten Stellung zu einem dunklen Kreuz im Bild.

Welches Zubehör benötigt man für Langzeitbelichtungen?

Eine Kamera mit manuell einstellbarer Belichtungszeit, denn du willst auf 20 Sekunden und mehr kommen. Ein Objektiv, auf das sich ein Filter schrauben oder eine Halterung stecken lässt. Ein stabiles Stativ, denn so lange hält niemand die Kamera ruhig. Eine Wasserwaage, die meist schon in der Kamera steckt und sich einblenden lässt. Und ein Fern- oder Kabelauslöser. Dazu ND-Filter in verschiedenen Stärken, zum Beispiel ND8, ND64 und ND1000.

Hilfe, das Bild hat einen Farbstich. Wie kann man diesen korrigieren?

Die Bilder müssen im RAW-Format aufgenommen werden, nur so bleiben die meisten Bildinformationen erhalten. Öffne das Bild in einem RAW-Programm und wähle mit der Pipette die Stelle für den Weißabgleich. Nimm dafür am besten ein farbneutrales Objekt, zum Beispiel einen grauen Stein. Das Programm rechnet den Weißabgleich auf das komplette Bild um, und der Farbstich sollte verschwinden.

Konkrete Werte brauchst du? Die ND-Filter-Tabelle listet Stops, Faktor und Belichtungszeit, der Online-Rechner rechnet deine Ausgangszeit direkt um.